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Anwalt für Verwaltungsrecht: Widerspruch und Klage gegen Behörden

VonRechtsanwalt Dubravko Mandic, Fachanwalt für Strafrecht·Veröffentlicht am 1. Februar 2024·Aktualisiert am 23. Oktober 2026

Gewerbeuntersagung, Widerruf der Waffenbesitzkarte, Entzug der Fahrerlaubnis oder Versammlungsverbot: Rechtsanwalt Dubravko Mandic vertritt Sie gegenüber Behörden und vor den Verwaltungsgerichten. Fast immer gilt eine Frist von einem Monat.

Verwaltungsrecht: das Wichtigste in Kürze

Das Verwaltungsrecht regelt das Handeln der Behörden gegenüber Bürgern und Unternehmen. Wer durch einen Bescheid belastet wird oder eine Erlaubnis nicht erhält, kann sich mit Widerspruch, Klage und Eilantrag vor den Verwaltungsgerichten wehren.

  • Frist: ein Monat ab Bekanntgabe des Bescheids für Widerspruch oder Klage (§§ 70, 74 VwGO), nicht vier Wochen.
  • Ohne Belehrung: Fehlt die Rechtsbehelfsbelehrung oder ist sie unrichtig, gilt eine Frist von einem Jahr (§ 58 Abs. 2 VwGO).
  • Aufschiebende Wirkung: Widerspruch und Klage stoppen den Vollzug grundsätzlich. Ist die sofortige Vollziehung angeordnet, hilft nur ein Eilantrag (§ 80 Abs. 5 VwGO).
  • Untätigkeit: Entscheidet die Behörde drei Monate lang nicht, ist in der Regel die Untätigkeitsklage zulässig (§ 75 VwGO).
  • Kosten: Wer vor dem Verwaltungsgericht unterliegt, trägt die Kosten des Verfahrens (§ 154 VwGO); gewinnt der Bürger, erstattet die Behörde auch seine gesetzlichen Anwaltsgebühren.
Fristen

Widerspruchsfrist und Klagefrist: ein Monat

Widerspruch und Klage müssen innerhalb eines Monats erhoben werden: der Widerspruch ab Bekanntgabe des Bescheids (§ 70 VwGO), die Klage ab Zustellung des Widerspruchsbescheids oder, wenn kein Widerspruchsverfahren stattfindet, ab Bekanntgabe des Bescheids (§ 74 VwGO). Gemeint ist ein Monat, nicht vier Wochen.

Fehlt die Rechtsbehelfsbelehrung oder ist sie unrichtig, verlängert sich die Frist auf ein Jahr (§ 58 Abs. 2 VwGO). Darauf sollte sich niemand verlassen, ohne die Belehrung prüfen zu lassen.

Über einen Widerspruch soll die Behörde in angemessener Frist entscheiden. Bleibt sie drei Monate ohne zureichenden Grund untätig, kann Untätigkeitsklage erhoben werden (§ 75 VwGO).

So wird die Frist berechnet

  • Ein per Post übermittelter Bescheid gilt in der Regel am vierten Tag nach der Aufgabe zur Post als bekannt gegeben (§ 41 Abs. 2 VwVfG); bei förmlicher Zustellung zählt das Zustelldatum.
  • Die Frist endet am Tag des Folgemonats, der dieselbe Zahl trägt: Bekanntgabe am 12. März, Fristende am 12. April um 24 Uhr.
  • Fällt das Fristende auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag, endet sie am nächsten Werktag.
  • Maßgeblich ist der Eingang bei Behörde oder Gericht. Eine einfache E-Mail genügt für den Widerspruch in der Regel nicht.

Eilrechtsschutz: wenn der Bescheid sofort wirkt

Widerspruch und Anfechtungsklage haben grundsätzlich aufschiebende Wirkung (§ 80 Abs. 1 VwGO): Der Bescheid darf vorerst nicht vollzogen werden. Das gilt nicht bei öffentlichen Abgaben und Kosten, bei unaufschiebbaren Anordnungen der Polizei, wo ein Gesetz es ausschließt, etwa beim Widerruf einer Waffenerlaubnis wegen Unzuverlässigkeit (§ 45 Abs. 5 WaffG), und wenn die Behörde die sofortige Vollziehung besonders anordnet (§ 80 Abs. 2 VwGO).

Dann hilft nur ein Eilantrag beim Verwaltungsgericht. Es kann die aufschiebende Wirkung anordnen oder wiederherstellen (§ 80 Abs. 5 VwGO). Geht es nicht um die Abwehr eines Bescheids, sondern um eine vorläufige Erlaubnis oder Leistung, ist die einstweilige Anordnung der richtige Weg (§ 123 VwGO).

Das Gericht entscheidet nach einer summarischen Prüfung der Erfolgsaussichten und einer Abwägung der Interessen, je nach Dringlichkeit innerhalb von Wochen, Tagen oder Stunden. So stellte das Verwaltungsgericht Stuttgart auf Antrag der Kanzlei Mandic die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs gegen einen Auflagenbescheid wieder her, mit dem eine Kundgebung in Wertheim an einen abgelegenen Ort verlegt werden sollte (Beschluss vom 17. Mai 2024, zum Verfahren).

Tätigkeitsbereiche im Verwaltungsrecht

Das Verwaltungsrecht ist ein weites Feld, vom Strafzettel über die Baugenehmigung bis zur Gewerbeuntersagung. Rechtsanwalt Dubravko Mandic vertritt Mandanten vor allem dort, wo Behörden in Grundrechte und wirtschaftliche Existenzen eingreifen, in Freiburg, Leipzig, München und bundesweit.

Waffenrecht und Jagdrecht

Widerruf der Waffenbesitzkarte, Entzug des Jagdscheins, Zweifel an der Zuverlässigkeit und Sicherstellung von Waffen. Beratung bei Auseinandersetzungen mit Jagd- und Waffenbehörden, bundesweit.

Versammlungsrecht

Anmeldung, Auflagen, Verlegung und Verbot von Versammlungen, Eilanträge vor dem Versammlungstag und die Feststellung der Rechtswidrigkeit danach.

Fahrerlaubnis und MPU

Entziehung der Fahrerlaubnis durch die Behörde, Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung, Punkte im Fahreignungsregister und Neuerteilung.

Gewerberecht

Gewerbeuntersagung wegen Unzuverlässigkeit (§ 35 GewO), Widerruf von Erlaubnissen und behördliche Auflagen, die die wirtschaftliche Existenz bedrohen.

Kosten und Ablauf eines verwaltungsgerichtlichen Verfahrens

Vor dem Verwaltungsgericht besteht kein Anwaltszwang; vor dem Oberverwaltungsgericht oder Verwaltungsgerichtshof müssen sich die Beteiligten vertreten lassen (§ 67 Abs. 4 VwGO). Für Laien ist es allerdings oft schwer, Funktionsweise und Fallstricke des Verwaltungsrechts zu durchschauen und sich gegen geschulte Verwaltungsjuristen durchzusetzen. Ein Klageverfahren dauert je nach Gericht und Rechtsgebiet häufig mehr als ein Jahr; umso wichtiger ist der Eilrechtsschutz.

Die Kosten richten sich nach dem Streitwert, den das Gericht nach dem Streitwertkatalog für die Verwaltungsgerichtsbarkeit bemisst; fehlen Anhaltspunkte, gilt der Auffangwert von 5.000 € (§ 52 Abs. 2 GKG). Wer unterliegt, trägt die Kosten des Verfahrens (§ 154 Abs. 1 VwGO). Im Widerspruchsverfahren werden Anwaltskosten nur erstattet, wenn der Widerspruch Erfolg hat und die Hinzuziehung eines Anwalts für notwendig erklärt wird.

Wer die Kosten nicht tragen kann, kann Prozesskostenhilfe beantragen, für die Beratung außerhalb eines Gerichtsverfahrens Beratungshilfe. Der erste Anruf ist kostenlos; das Erstgespräch kostet 238 € brutto.

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Ein Bescheid wird nach einem Monat bestandskräftig, auch wenn er rechtswidrig ist. Rufen Sie an: Die Kanzlei Mandic prüft den Bescheid und legt fristgerecht Widerspruch oder Klage ein.

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