Anwalt für BtM- und Drogenstrafrecht: Verteidigung nach dem BtMG
Bundesweite Strafverteidigung vom Fachanwalt. Ihnen wird Besitz, Handel oder Herstellung von illegalen Drogen vorgeworfen? Keine Aussage machen – sofort Kontakt aufnehmen!
BtM-Strafrecht: das Wichtigste in Kürze
Das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) bestraft den unerlaubten Umgang mit Drogen wie Kokain, Amphetamin, Ecstasy oder Heroin: Anbau, Herstellung, Handel, Einfuhr, Abgabe, Erwerb und Besitz (§ 29 BtMG). Für Cannabis gilt seit April 2024 das Konsumcannabisgesetz.
- Nicht geringe Menge: Ab dieser Grenze wird schon der Besitz zum Verbrechen mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe (§ 29a BtMG).
- Geringe Menge: Bei Besitz zum Eigenverbrauch kann die Staatsanwaltschaft das Verfahren einstellen (§ 31a BtMG).
- Schweigen: Keine Angaben, keine Passwörter, keine Zustimmung zur Durchsuchung, bevor die Verteidigung die Akte kennt.
- Aufklärungshilfe: Wer zur Aufklärung weiterer Taten beiträgt, kann eine deutlich mildere Strafe erhalten (§ 31 BtMG). Ob das sinnvoll ist, lässt sich erst nach Akteneinsicht beurteilen.
- Führerschein: Auch ohne Fahrt unter Drogeneinfluss kann die Fahrerlaubnisbehörde nach einem BtM-Verfahren die Fahreignung prüfen.
Vom Besitz bis zum Handel: Ihre Verteidigung im Betäubungsmittelstrafrecht
- Strafverteidigung seit 2011, über 15 Jahre Erfahrung
- Verteidiger mit Beißkraft und Durchsetzungswillen
- Bundesweite Hilfe
Betäubungsmittelverfahren gehören zu den häufigsten Strafverfahren in Deutschland, und zu den folgenreichsten. Zwischen einer Einstellung wegen Eigenbedarfs und mehrjähriger Haft wegen Handeltreibens in nicht geringer Menge liegen oft nur wenige Gramm und die Frage der Beweisführung. Als Fachanwalt für Strafrecht verteidige ich seit über 15 Jahren in BtM-Verfahren, von der ersten Durchsuchung bis zur Revision.

Nicht geringe Menge: Warum Grenzwerte über Jahre entscheiden
Ab der ‚nicht geringen Menge‘ droht nach § 29a BtMG mindestens ein Jahr Freiheitsstrafe; beim Handeltreiben mit Waffen oder als Bande deutlich mehr. Entscheidend ist nicht das Gesamtgewicht, sondern der Wirkstoffgehalt. Genau hier setzt die Verteidigung an: Wirkstoffgutachten prüfen, Mengenberechnung angreifen, Besitz von Handel abgrenzen.
Die Grenzwerte im Überblick und die wichtigsten Verteidigungsansätze erklärt unser Ratgeber ‚Nicht geringe Menge‘.
Cannabis nach dem KCanG
Seit April 2024 ist Cannabis aus dem BtMG herausgelöst: Besitz und Anbau sind in engen Grenzen erlaubt, darüber hinaus aber weiter strafbar, mit eigenen Grenzwerten und neuer, noch uneinheitlicher Rechtsprechung. Wer hier verteidigt, muss die aktuelle Rechtslage kennen. Wir tun das.
Typische Verfahren, die wir verteidigen
Besitz & Erwerb (§ 29 BtMG)
Oft lässt sich früh eine Einstellung erreichen, gerade bei geringen Mengen zum Eigenverbrauch.
Handeltreiben & Einfuhr (§§ 29a, 30 BtMG)
Hier drohen hohe Freiheitsstrafen. Wir greifen Beweisführung, Wirkstoffmengen und die Annahme des Handeltreibens an.
Darknet- & Postversand-Fälle
Bestellungen im Darknet führen regelmäßig zu Durchsuchungen. Die Beweislage ist oft schwächer, als die Ermittler behaupten.
BtMG-Verfahren – Jetzt Anwalt einschalten!
Meistens erfahren Beschuldigte durch eine Hausdurchsuchung oder eine Vorladung der Polizei oder Staatsanwaltschaft von den Anschuldigungen. Sie sollten dann unbedingt Ruhe bewahren und keine Aussage zu den Tatvorwürfen machen.
Der Besitz, Handel, die Herstellung oder der Schmuggel mit illegalen Drogen wird in Deutschland teilweise sehr hart bestraft. Die strafrechtliche Verfolgung von BtM-Delikten ist im Betäubungsmittelgesetz (BtMG) geregelt. Für Beschuldigte drohen hohe Geldstrafen bis hin zu langjährigen Freiheitsstrafen.
Strafrahmen im Überblick
- § 29 BtMGBesitz, Erwerb, Handel: bis zu 5 Jahre Freiheitsstrafe
- § 29a BtMGNicht geringe Menge: Mindeststrafe 1 Jahr
- § 30 BtMGBandenmäßig oder Abgabe mit Todesfolge: mindestens 2 Jahre
- § 30a BtMGBandenmäßig + nicht geringe Menge + Waffen: mindestens 5 Jahre
- § 29 Abs. 5 BtMGEigenbedarf: Absehen von Strafe möglich (kein Automatismus!)
Vorladung oder Durchsuchung: keine Angaben machen
BtM-Verfahren beginnen häufig mit einer Vorladung, einer Durchsuchung oder einer Festnahme, ausgelöst durch abgehörte Telefonate, ausgewertete Chats aus Messengern und Kryptohandys oder die Angaben eines anderen Beschuldigten.
Einer Vorladung der Polizei als Beschuldigter müssen Sie nicht folgen. Sagen Sie den Termin schriftlich ab oder lassen Sie ihn durch den Verteidiger absagen; eine Begründung ist nicht erforderlich. Bei einer Durchsuchung gilt: nicht widersetzen, aber nicht zustimmen, keine Angaben zur Sache, keine Passwörter. Widersprechen Sie der Sicherstellung von Gegenständen ausdrücklich.
Auch scheinbar harmlose Erklärungen können schaden. Wer etwa angibt, die Drogen seien „nur für den Eigenbedarf“, räumt den Besitz ein; über Menge und Wirkstoffgehalt entscheidet dann das Gutachten. Ob eine Einlassung sinnvoll ist, lässt sich erst beurteilen, wenn bekannt ist, welche Beweise die Ermittler haben.
Akteneinsicht: erst lesen, dann entscheiden
- Nur der Verteidiger hat ein umfassendes Recht auf Einsicht in die Ermittlungsakte (§ 147 StPO).
- Die Akte zeigt, worauf sich der Verdacht stützt: Überwachung, Chats, Zeugen, Sicherstellungen, Wirkstoffgutachten.
- Erst danach wird entschieden, ob geschwiegen, eine Erklärung abgegeben oder eine Aufklärungshilfe geprüft wird.
- Fehler bei Durchsuchung, Überwachung oder Auswertung können zu Verwertungsverboten führen.
Betäubungsmittelgesetz: Was Beschuldigte wissen sollten
BtMG ist die Abkürzung für das Betäubungsmittelgesetz. Das BtMG ist das Nachfolgegesetz des Opiumgesetzes und wurde 1971 eingeführt, seitdem aber immer wieder verändert. Geregelt wird im BtMG, wie der Name es sagt, der Umgang mit Betäubungsmitteln. Darunter fallen etwa Drogen, aber auch gewisse Medikamente und weitere Substanzen. Welche Substanzen im Einzelnen als Betäubungsmittel gelten, das wird im BtMG ebenfalls definiert.
Ziel des Gesetzes ist es, die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln zu gewährleisten. Gleichzeitig soll aber der Missbrauch von Betäubungsmitteln unterbunden werden.
Was regelt das BtM-Strafrecht?
Gesetze sind die Handlungsanleitung der Politik. Die deutsche Drogenpolitik basiert dabei auf drei Säulen: Prävention, Therapie und eben der Repression. Und das meint: Bestrafung! Ziel des BtMG ist es, die als Betäubungsmittel geltenden Substanzen einer umfassenden Kontrolle zu unterwerfen. Um den Einstieg in eine Drogensucht zu erschweren, soll durch das Gesetz die Verfügbarkeit an Drogen eingeschränkt werden. Deswegen ist grundsätzlich schon der Besitz geringster Mengen von Betäubungsmitteln strafbar.
Somit regelt das BtMG auch, welche Strafen für den Umgang mit Betäubungsmitteln verhängt werden können. Neben Ordnungswidrigkeiten kennt das BtMG also auch Straftaten und entsprechende Strafen – und die haben es in sich! Die einzelnen Straftaten und ihre Bestrafung finden sich in den §§ 29ff BtMG.
Was ist im Umgang mit illegalen Drogen verboten?
Hinsichtlich illegaler Betäubungsmittel ist nahezu alles verboten. Bestraft werden nicht nur der Handel oder der Anbau, sondern auch die Ein- und Ausfuhr, das Abgeben, der Erwerb sowie die Veräußerung und jede andere Form des in Verkehr Bringens.
Der Gesetzgeber will hiermit klar machen: Finger weg von Drogen! Denn unter den strafbaren Umgang fällt auch schon der Besitz solcher Substanzen. Durch die vielen verbotenen Umgangsformen ist ferner zu beachten, dass es auch strafbar ist, solche Substanzen etwa nach dem zufälligen Finden zu verschenken bzw. an Freunde unentgeltlich zum gemeinsamen Konsum abzugeben. Zwar ist der Konsum nicht einzeln strafbar. Jedoch muss eine zu konsumierende Droge immer irgendwie erworben und zumeist besessen worden sein. Strafbarkeitslücken gibt es kaum – und werden im Zweifel rasch geschlossen.
Im Zweifel gilt also, dass nahezu jeglicher Umgang mit den im Gesetz benannten Substanzen illegal ist – und auch bestraft werden kann. Mag das bundesdeutsche Strafrecht oft als „zu lasch“ abgetan werden, so gilt dies nicht unbedingt bezogen auf Drogendelikte. Hier blühen harte Strafen und nicht selten greifen Richter hart durch. Haft droht!
Welche Nebenerscheinungen drohen bei Drogendelikten?
Neben den üblichen Ermittlungsmaßnahmen (Personenfeststellung, Durchsuchungen usw.) oder Strafen, also Geld- oder Haftstrafen, drohen bei Drogendelikten weitere Unannehmlichkeiten.
In vielen Fällen von Drogendelikten erfolgt eine Eintragung in das Bundeszentralregister. Insbesondere für Kraftfahrer ärgerlich: Es ist mit einer Informationsweiterleitung an die Führerscheinstelle zu rechnen. Erlangt die Führerscheinstelle Kenntnis von einem Drogendelikt, ordnet sie regelmäßig eine fachärztliche Untersuchung („Drogenscreening“) an. Im Zweifel drohen dann Führerscheinentzug und die Anordnung einer Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung („Idiotentest“). Nebenerscheinungen also, die empfindlich sein können. Nicht nur sind alle Maßnahmen mit erheblichen Kosten verbunden. Nicht selten ist der Führerschein gar Bestandteil der Existenzgrundlage oder zumindest wichtig zur Bestreitung des (sozialen) Alltags.
Besonders schwerwiegend sind die Nebenerscheinungen überall dort, wo berufliche Erfordernisse eine „weiße Weste“ bezüglich Straftaten im Allgemeinen oder aber bezüglich Drogendelikten im Besonderen erfordern. Neben Berufskraftfahrern oder gar Piloten sind dies insbesondere Beamte bzw. Beamtenanwärter, Ärzte, Pädagogen bzw. Erzieher oder sicherheitsrelevante Berufe, etwa das Arbeiten im Sicherheitsbereich von Flughäfen oder ähnliches. In manchen Fällen kann schon die Einleitung eines Strafverfahrens erhebliche Folgen haben, namentlich den Verlust des Arbeitsplatzes.
Nebenerscheinungen für Drogendelikte drohen auch Jugendlichen bzw. Minderjährigen. Wird man wegen Drogen polizeilich amtsbehandelt, erfolgt in der Regel ein Vermerk im Polizeisystem. Dort gilt man dann als Drogenkonsument. Wird man zukünftig – warum auch immer – polizeilich angehalten, drohen stets längere Durchsuchungen. Bei Drogendelikten wird auch die etwaige Verfahrenseinstellung des Öfteren an weitere Auflagen geknüpft, z.B. an das Ableisten von Sozialstunden oder den Besuch eines Präventionskurses. Auch das Jugendamt wird informiert – und natürlich die Eltern.
Wie sollte man sich bei einem Strafverfahren verhalten?
Auf Drogendelikte stehen harte Strafen. Es drohen sogar bis zu 15 Jahre Haft und hohe Mindeststrafen. Als Beschuldigter eines Drogendeliktes kommt es also in besonderem Maße auf kluges Verhalten an!
Als Beschuldigter hat man umfangreiche Aussageverweigerungsrechte. Machen Sie hiervon unbedingt und in jedem Fall Gebrauch! Dies gilt sowohl für eine schriftliche Aussage (Vernehmungsbogen) als auch für eine Vernehmung bei der Polizei. Jedes Wort ist hier im Zweifel eines zu viel. Womöglich drängen Polizeibeamte Sie dazu, von der Strafmilderung nach § 31 BtMG Gebrauch zu machen. Auch hiervon ist dringend abgeraten.
Kontaktieren Sie stattdessen umgehend einen Fachanwalt für Strafrecht. Ein auf Drogendelikte spezialisierter Verteidiger kennt alle Kniffe und Fallstricke von BtM-Verfahren. Es ist unerlässlich, von dieser Expertise Gebrauch zu machen. Nicht selten droht bei BtM-Delikten auch Untersuchungshaft. Diese kann Ihnen ein guter Strafverteidiger womöglich von Beginn an ersparen.
Welche Verteidigungsmöglichkeiten gibt es im BtM-Strafrecht?
Bei BtM-Delikten kommt es auf viele Kleinigkeiten an, die ein Laie in keinem Fall durchsteigen kann. Ein auf Drogendelikte spezialisierter Anwalt kann somit eine für Sie passende Verteidigungsstrategie entwickeln.
Zunächst wird ein Strafverteidiger Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft vornehmen. Erst dann wird ersichtlich, was die Polizei überhaupt gegen Sie in der Hand hat. Ohne diese Akteneinsicht ist eine Verteidigung unmöglich. Dieses Recht steht dem Beschuldigten allein aber nicht zu. Nur ein Verteidiger kann hiervon Gebrauch machen.
Sodann gibt es mehrere Möglichkeiten einer Verteidigung. Diese ergeben sich je nach Tatvorwurf und Sachlage. Geht es etwa um nur geringe Mengen, kann ein versierter Strafverteidiger mit der Staatsanwaltschaft verhandeln und gleich für eine Einstellung des Verfahrens streiten.
Angreifbar sind auch die Ermittlungsverfahren selbst. Womöglich liegen die strafbaren Tatbestände Ihrerseits gar nicht vor. Denkbar ist überdies, dass die Polizei Fehler in der Ermittlung gemacht hat und einige Beweismittel somit nicht mehr (gegen Sie) verwertet werden dürfen. Auch das kann oft eine Anklageerhebung scheitern lassen oder einen Freispruch begünstigen.
Nicht zuletzt steht Ihnen der Strafverteidiger auch im Rahmen einer etwaigen Gerichtsverhandlung zur Seite. Hier kann der Verteidiger Zeugen befragen und Beweismittel zu Ihren Gunsten werten. Prüfen kann der Strafverteidiger auch, ob Sie überhaupt schuldfähig waren oder ob – im Fall einer Verurteilung – nicht ein mildes Strafmaß zu verhängen ist. Das Wirken eines Strafverteidigers entscheidet somit nicht selten darüber, ob man dank einer Bewährungsstrafe einer Haft doch noch entgehen kann.
Was macht einen guten BtM-Anwalt aus?
Einen guten BtM-Anwalt zeichnet zunächst seine Fachkenntnis im Bereich der Betäubungsmittel aus. Bestenfalls kann der Strafverteidiger auf die Erfahrung aus zahlreichen BtM-Verfahren zurückgreifen. Eine enorme Expertise also, von der auch der Mandant profitiert, wenn Verfahren ohne Hauptverhandlung eingestellt werden.
Hinsichtlich der BtM-Delikte kennt ein versierter Anwalt exakt die Grenzwerte der gängigen Substanzen und weiß, ob sich ein Beschuldigter überhaupt strafbar gemacht hat. Zudem kennt er die Ermittlungsmethoden der Polizei – und kann deren Fehler und Beweislücken schonungslos aufdecken. Des Weiteren hat ein guter BtM-Anwalt auch die vielen Nebengebiete und Folgeerscheinungen des Drogenstrafrechts im Blick, etwa hinsichtlich Fragen der Fahrerlaubnis oder gewisser beruflich relevanter Vorstrafengrenzen.
Ein guter BtM-Anwalt ist zudem objektiv und handelt loyal zum Mandanten. Drogendelikte haben zudem immer eine soziale Komponente. Auch diese hat ein versierter BtM-Anwalt stets im Blick und weiß, was Vertrauen und Verlässlichkeit bedeuten. Das heißt auch: voller Einsatz für den Mandanten. Neben der BtM-spezifischen Fachkompetenz sorgen also schnelle persönliche Erreichbarkeit und garantierte Diskretion für eine hingebungsvolle Strafverteidigung bei Drogendelikten.
Referenz: Freispruch vor dem Landgericht Kaiserslautern (2025)
Angeklagt war unerlaubtes Handeltreiben mit acht Kilogramm Amphetamin, also Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge (§ 29a BtMG). Zwei Zeugen hatten den Mandanten belastet und dafür eine Strafmilderung nach § 31 BtMG erhalten. Die Verteidigung deckte Widersprüche in ihren Aussagen auf; die Strafkammer sprach den Mandanten frei. Zum Verfahren: Referenz: Freispruch vor dem Landgericht Kaiserslautern (2025)
Häufige Fragen im BtM-Strafrecht
Bei mir wurden Drogen gefunden. Was jetzt?
Keine Angaben zur Sache, keine Zustimmung zu Durchsuchungen, keine Passwörter. Je früher die Verteidigung die Akte kennt, desto besser lassen sich Besitz, Menge und Zweck angreifen. Rufen Sie sofort an.
Was bedeutet "nicht geringe Menge"?
Ein vom BGH je Wirkstoff festgelegter Grenzwert (z. B. Heroin, Kokain, Amphetamin, THC). Wird er überschritten, droht nach § 29a BtMG mindestens ein Jahr Freiheitsstrafe. Der Wirkstoffgehalt muss durch Gutachten belegt sein: ein zentraler Angriffspunkt der Verteidigung.
Drohen mir Führerschein-Konsequenzen?
Ja, häufig parallel zum Strafverfahren: Die Fahrerlaubnisbehörde kann die Eignung anzweifeln (MPU). Wir denken beide Verfahren von Anfang an zusammen.
Was kostet ein Anwalt für BtM-Strafrecht?
Der erste Anruf ist kostenlos, das Erstgespräch kostet 238 € brutto. Die weitere Vergütung richtet sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz oder nach einer vorab vereinbarten Vergütung und hängt vom Umfang des Verfahrens ab. Wird der Besitz oder Handel einer nicht geringen Menge vorgeworfen, ist das ein Verbrechen; dann liegt ein Fall der notwendigen Verteidigung vor.
Was bringt eine Akteneinsicht?
Sie zeigt, welche Beweise die Ermittler haben: Überwachungsprotokolle, Chats, Zeugenaussagen, Sicherstellungen und Gutachten. Erst auf dieser Grundlage lässt sich entscheiden, ob Schweigen, eine Erklärung oder eine Aufklärungshilfe nach § 31 BtMG der richtige Weg ist.
Wird ein BtM-Verfahren bei geringer Menge eingestellt?
Häufig ja, wenn es um eine geringe Menge zum Eigenverbrauch geht und kein öffentliches Interesse an der Verfolgung besteht (§ 31a BtMG). Welche Menge als gering gilt, handhaben die Länder unterschiedlich. Einen Anspruch auf Einstellung gibt es nicht.
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BtM-Vorwurf? Schweigen Sie und rufen Sie an
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