Anwalt für Sexualstrafrecht: Verteidigung bei falschen Vorwürfen
Bundesweite Strafverteidigung vom Fachanwalt. Sie haben eine Vorladung erhalten oder Ihre Wohnung wurde durchsucht? Nehmen Sie sofort Kontakt auf.
Sexualstrafrecht: das Wichtigste in Kürze
Das Sexualstrafrecht (§§ 174 ff. StGB) schützt die sexuelle Selbstbestimmung. Seit 2016 gilt der Grundsatz „Nein heißt Nein“: Strafbar ist jede sexuelle Handlung gegen den erkennbaren Willen einer anderen Person (§ 177 Abs. 1 StGB).
- Aussage gegen Aussage: Gibt es keine weiteren Beweise, muss das Gericht die belastende Aussage besonders sorgfältig auf ihre Glaubhaftigkeit prüfen.
- Schweigen: Auch wer unschuldig ist, sollte sich erst äußern, wenn die Verteidigung die Akte kennt.
- Handy: Smartphones und Datenträger werden häufig beschlagnahmt; Passwörter müssen Sie nicht nennen.
- Strafrahmen: Vergewaltigung wird mit Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren bestraft (§ 177 Abs. 6 StGB), der Besitz kinderpornografischer Inhalte mit drei Monaten bis zu fünf Jahren (§ 184b Abs. 3 StGB).
- Verjährung: Bei vielen Taten gegen Kinder und Jugendliche ruht die Verjährung bis zum 30. Lebensjahr des Opfers (§ 78b StGB).
Beschuldigt? Warum jetzt jede Entscheidung zählt
Kaum ein Vorwurf zerstört schneller Existenz und Ruf als der eines Sexualdelikts, noch vor jedem Urteil. Wer beschuldigt wird, braucht sofort einen Verteidiger, der dieses sensible Rechtsgebiet beherrscht und ohne Berührungsängste verteidigt. Ich vertrete Beschuldigte bundesweit, diskret, erfahren und mit einem klaren Grundsatz: Es gilt die Unschuldsvermutung. Für jeden.
Sprechen Sie mit niemandem über den Vorwurf, nicht mit der Polizei, nicht mit dem Umfeld. Jedes Wort kann später gegen Sie verwendet werden. Rufen Sie zuerst mich an.
- Strafverteidigung seit 2011, über 15 Jahre Erfahrung
- Verteidiger mit Beißkraft und Durchsetzungswillen
- Bundesweite Hilfe

Aussage gegen Aussage: So verteidigen wir
Sexualstrafverfahren sind häufig Aussage-gegen-Aussage-Konstellationen: keine Spuren, keine Zeugen, nur die Angaben der Belastungszeugin oder des Belastungszeugen. Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs stellt an die Beweiswürdigung in diesen Fällen besonders strenge Anforderungen. Genau hier setzt die Verteidigung an.
Glaubhaftigkeitsanalyse
Wir prüfen die Belastungsaussage auf Widersprüche, Entstehungsgeschichte und Motive und beantragen, wo geboten, ein aussagepsychologisches Gutachten nach der Nullhypothesen-Methode.
Beweisanträge & Aktenarbeit
Chatverläufe, Zeitabläufe, Zeugen aus dem Umfeld: Oft liegt die Entlastung in Details, die die Ermittler nicht verfolgt haben. Wir tragen sie in das Verfahren, konsequent und bis zum Schluss.
Handy beschlagnahmt: was jetzt gilt
In Ermittlungsverfahren wegen Sexualdelikten, insbesondere wegen kinder- und jugendpornografischer Inhalte, durchsuchen Polizei und Staatsanwaltschaft regelmäßig Wohnung, Smartphone, Computer und Cloud-Konten. Die Durchsuchung setzt einen richterlichen Beschluss voraus; nur bei Gefahr im Verzug genügt ausnahmsweise eine Anordnung der Staatsanwaltschaft oder ihrer Ermittlungspersonen (§ 105 StPO).
Passwörter, PIN-Codes und Entsperrmuster müssen Sie nicht nennen; niemand muss an seiner eigenen Überführung mitwirken. Der Bundesgerichtshof hält es allerdings für zulässig, ein Smartphone unter bestimmten Voraussetzungen zwangsweise mit dem Fingerabdruck des Beschuldigten zu entsperren. Widersprechen Sie der Sicherstellung ausdrücklich: Dann muss die Beschlagnahme richterlich bestätigt werden, und Sie können sie gerichtlich überprüfen lassen (§ 98 Abs. 2 StPO).
Die Auswertung sichergestellter Geräte dauert oft viele Monate. Die Verteidigung drängt auf die Herausgabe von Geräten, die für das Verfahren nicht benötigt werden, und prüft, ob Durchsuchung und Auswertung rechtmäßig waren. Häufig entscheidet die Auswertung über das gesamte Verfahren, und mit ihr die Frage, ob Dateien bewusst gespeichert oder nur automatisch, etwa im Speicher eines Messengers, abgelegt wurden.
Diese Vorwürfe verteidigen wir
Sexueller Übergriff, sexuelle Nötigung & Vergewaltigung (§ 177 StGB)
Vom Vorwurf des Übergriffs bis zur Vergewaltigung: Wir verteidigen in jedem Verfahrensstadium, bundesweit.
Kinderpornografische Inhalte (§ 184b StGB)
Bei Vorwürfen rund um Besitz oder Verbreitung zählt schnelles, überlegtes Handeln, gerade nach einer Hausdurchsuchung. Keine Herausgabe von Passwörtern ohne anwaltlichen Rat.
Sexuelle Belästigung (§ 184i StGB) & weitere Delikte
Auch bei Vorwürfen der Belästigung, Nötigung oder Nachstellung verteidigen wir mit derselben Konsequenz.

Rechtsanwalt Dubravko Mandic zu § 177 StGB. Weitere Videos in der Mediathek.
Besonderheiten und Deliktstypen des Sexualstrafrechts
Immer wieder ist zudem festzustellen, wie schnell der Vorwurf einer Sexualstraftat im Raume steht. Und zwar zu Unrecht! Derartige Falschanschuldigungen haben vielfältige Gründe. Oft basieren sie auf belastenden Lebensumständen oder auf turbulenten Lebenssachverhalten: Trennung, Scheidung oder Streit in der Partnerschaft, bei Eifersucht oder auch aus Scham. Nicht selten etwa bei aufgeflogenen „Seitensprüngen“.
Im Sexualstrafrecht steht dann oft „Aussage gegen Aussage“. Das bedeutet allerdings keineswegs, dass diese Konstellation automatisch zu einer Einstellung des Verfahrens führt. Im Gegenteil: Oft führt dies erst recht zu weitergehenden, intensiven und für Betroffene sehr belastenden Ermittlungen und Befragungen der Ermittlungsbehörden und der Kriminalpolizei.
Hinzu kommt eine strittige und äußerst komplizierte Auslegung von Beweismitteln. Hier ist mitunter jedes Wort entscheidend, etwa wenn es darum geht, ob zweifelsfrei nachweisbare sexuelle Handlungen einvernehmlich waren – oder andernfalls gar zu einer Haftstrafe führen. Lesen Sie im Folgenden, worauf es bei den häufigsten Tatvorwürfen ankommt. In jedem Fall gilt: Setzen Sie sich dieser Belastung und den vielen Stolperfallen unter keinen Umständen ohne professionellen Beistand aus!
Sexueller Missbrauch von Kindern (§ 176 StGB)
Der Vorwurf des Kindesmissbrauchs gehört zu den häufigsten Anschuldigungen im Sexualstrafrecht. Und ist schnell in der Welt! Anders als bei Jugendlichen und Erwachsenen besteht bei Kindern ein absolutes Schutzerfordernis vor sexuellen Handlungen. Eine strafausschließende Einwilligung von Kindern in sexuelle Handlungen ist ausgeschlossen. Hier drohen hohe Haftstrafen und die Behörden können auch ohne Strafantrag eines (angeblichen) Opfers von Amts wegen aktiv werden. In der Regel existiert hier ein enormer Ermittlungsdruck seitens der Ermittlungsbeamten – und nicht selten auch der Öffentlichkeit!
Auch ist hier die Fallzahl von Falschanschuldigungen hoch. Nicht selten stehen solche Vorwürfe bei Scheidungsfällen und Sorgerechtsstreitigkeiten im Raum – mit schwerwiegenden Konsequenzen für Betroffene. Falsche Sorge um den innerfamiliären Frieden ist hier fehl am Platz. Als Beschuldigter sollten Sie unverzüglich einen Fachanwalt für Strafrecht aufsuchen, der über hohe Expertise im Sexualstrafrecht verfügt. So kann frühzeitig auf eine Einstellung des Verfahrens hingewirkt werden. Etwa durch umfangreiche Erwiderungsanträge und feinjustierte Aussagen und Beweiswürdigung zu Ihren Gunsten.
Der sexuelle Übergriff (§ 177 StGB)
Im Zuge gesellschaftlicher Kontroversen hat die Politik den § 177 StGB zuletzt verschärft. Nunmehr bestraft dieser Paragraf im Wesentlichen denjenigen, der „gegen den erkennbaren Willen einer anderen Person sexuelle Handlungen an dieser Person vornimmt oder von ihr vornehmen lässt“.
Schon dieser Wortlaut verdeutlicht, dass es hier zu besonders komplizierten Situationen kommt. Denn wann eine sexuelle Handlung vorliegt und ob der Wille des Gegenübers dieser Handlung zur „Tatzeit“ tatsächlich entgegenstand, das ist in vielen Fällen kaum nachvollziehbar oder unumstößlich zu beweisen.
Sexueller Übergriff, sexuelle Nötigung und Vergewaltigung nach § 177 StGB – ausführlich erklärt
Kinderpornografie (§ 184b StGB)
Die Begehung einer Straftat im Bereich der Kinderpornografie zählt zu den schwerwiegendsten Vorwürfen überhaupt. Betroffene sind oft dem Risiko ausgesetzt, selbst bei völliger Unschuld jedes gesellschaftliche Ansehen zu verlieren.
Strafbar – und damit Anlass für in der Regel umfangreiche und intensive Ermittlungen der Behörden – sind dabei Verbreitung, Erwerb und Besitz von kinderpornografischen Schriften. Darunter fallen neben Bildern und Videos auch Texte, Tonträger, Speichermedien, Abbildungen und sonstige Darstellungen, die
- sexuelle Handlungen von, an oder vor einem Kind,
- die Wiedergabe eines ganz oder teilweise unbekleideten Kindes in unnatürlich geschlechtsbetonter Haltung, oder
- die sexuell aufreizende Wiedergabe der unbekleideten Genitalien oder des unbekleideten Gesäßes eines Kindes
zeigen.
Kinder sind dabei alle Personen unter 14 Jahren oder solche Abbildungen, auf denen Personen gezeigt werden, die ein verständiger Betrachter als Kind auffassen kann (sog. Anscheinspornografie).
Oft erfahren Betroffene von den Anschuldigungen erst dadurch, dass bereits die Polizei vor der Tür steht – und eine Hausdurchsuchung durchführt.
Sind Sie des Besitzes von kinderpornografischen Schriften ausgesetzt, dann kontaktieren Sie in jedem Fall unverzüglich einen im Sexualstrafrecht versierten Strafverteidiger. Im Einzelfall kommt alles auf viele Einzelheiten und strafprozessuale und strafrechtliche Details an: Was ist bereits strafbare Pornografie? Lag Besitz vor? Bestand überhaupt strafbegründender Vorsatz?
All das können Laien kaum überblicken und sich somit nur völlig unzureichend gegen derartige Vorwürfe zur Wehr setzen. Vorwürfe, die zum vollständigen Existenz- und Ansehensverlust führen können – und zu langjährigen Freiheitsstrafen, die der Betroffene dann als verurteilter „Kinderschänder“ in einer Haftanstalt (JVA) wird verbüßen müssen.
Nebenfolgen: Führungszeugnis, Beruf, Familie
Sexualstrafverfahren bedrohen mehr als die Freiheit: Berufsverbote, Einträge im erweiterten Führungszeugnis, familienrechtliche Folgen bis zum Umgangsrecht. Wir behalten diese Nebenfolgen von Anfang an im Blick: sie gehören in jede Verteidigungsstrategie.
Verjährung und Dauer des Verfahrens
Sexualdelikte verjähren je nach Strafrahmen nach drei bis dreißig Jahren (§ 78 StGB). Bei Taten gegen Kinder und Jugendliche ruht die Verjährung zudem bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres des Opfers (§ 78b Abs. 1 StGB). Vorwürfe können deshalb noch Jahrzehnte nach dem angeblichen Geschehen erhoben werden. Gerade dann sind Erinnerungen verblasst, Zeugen nicht mehr greifbar und Aussagen besonders kritisch zu prüfen.
Ermittlungsverfahren dauern oft viele Monate, bei der Auswertung von Datenträgern auch länger als ein Jahr. Kommt es zur Anklage, verhandelt über Vergewaltigungsvorwürfe das Schöffengericht beim Amtsgericht oder die Strafkammer des Landgerichts. Für den Beschuldigten ist diese Zeit belastend. Umso wichtiger ist es, sie zu nutzen: für Akteneinsicht, eigene Ermittlungen und Beweisanträge, die das Verfahren schon vor einer Anklage beenden können.
Referenz: Freispruch vor dem Landgericht Freiburg (2025)
Verteidigung bei falschen Vorwürfen im Sexualstrafrecht: Der Mandant war durch eine Ex-Partnerin der Vergewaltigung beschuldigt worden. Durch gezielte Beweisanträge und die Herausarbeitung von Widersprüchen in der Belastungsaussage endete das Verfahren mit vollumfänglichem Freispruch.
Häufige Fragen im Sexualstrafrecht
Ich bin unschuldig. Soll ich zur Polizei gehen und alles erklären?
Nein. Gerade Unschuldige belasten sich in Vernehmungen oft selbst, weil Aussagen später gegen Erinnerungslücken und Details gestellt werden. Schweigen Sie und lassen Sie zuerst Ihren Verteidiger die Akte einsehen.
Was passiert nach einer Anzeige wegen § 177 StGB?
Die Polizei ermittelt, vernimmt Zeugen und lädt Sie als Beschuldigten vor. Sie müssen dort nicht erscheinen und nicht aussagen. Je früher die Verteidigung beginnt, desto größer die Chance, eine Anklage zu verhindern.
Wird das Verfahren öffentlich?
Im Ermittlungsverfahren nicht. Wir arbeiten darauf hin, das Verfahren früh und geräuschlos zu beenden, auch zum Schutz Ihres Rufs, Ihrer Familie und Ihres Arbeitsplatzes.
Darf die Polizei mein Handy mit meinem Fingerabdruck entsperren?
Unter bestimmten Voraussetzungen ja: Der Bundesgerichtshof hat die zwangsweise Entsperrung per Fingerabdruck bei einer Durchsuchung gebilligt. Passwörter und PIN-Codes müssen Sie dagegen nicht nennen, denn niemand muss an seiner eigenen Überführung mitwirken.
Wann verjähren Sexualdelikte?
Je nach Strafrahmen nach drei bis dreißig Jahren. Bei vielen Taten gegen Kinder und Jugendliche beginnt die Verjährung erst mit dem 30. Geburtstag des Opfers zu laufen.
Wie lange dauert ein Ermittlungsverfahren im Sexualstrafrecht?
Oft viele Monate, bei der Auswertung von Smartphones und Computern auch länger als ein Jahr. Eine frühe Verteidigung kann das Verfahren nicht beliebig beschleunigen, aber dafür sorgen, dass entlastende Umstände rechtzeitig in die Akte gelangen.
Was kostet ein Anwalt für Sexualstrafrecht?
Der erste Anruf ist kostenlos, das Erstgespräch kostet 238 € brutto. Danach richtet sich die Vergütung nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz oder nach einer vorab vereinbarten Vergütung, je nach Verfahrensstadium und Aktenumfang. Bei einem Verbrechensvorwurf wie Vergewaltigung liegt ein Fall der notwendigen Verteidigung vor.
Sexualstrafrecht an unseren Standorten
Wir vertreten Mandanten bundesweit. Für Ihren Ort finden Sie hier Gericht, Ablauf und Ansprechpartner.
Diskrete Ersteinschätzung: sprechen Sie mit mir, nicht mit der Polizei
In strafrechtlichen Notfällen zählt jede Minute. Rufen Sie an, ich bin 24/7 für Sie erreichbar.
