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Anwalt für Ausländerrecht: Aufenthalt, Einbürgerung und Abschiebungsschutz

VonRechtsanwalt Dubravko Mandic, Fachanwalt für Strafrecht·Veröffentlicht am 1. April 2024·Aktualisiert am 23. Oktober 2026

Rechtsanwalt Dubravko Mandic vertritt seit über einem Jahrzehnt Staatsangehörige der EU und aus Drittstaaten gegenüber Ausländerbehörden und Verwaltungsgerichten: bei Aufenthaltserlaubnis und Niederlassungserlaubnis, Einbürgerung, Familiennachzug und drohender Abschiebung.

Ausländerrecht: das Wichtigste in Kürze

Das Ausländerrecht, heute meist Migrationsrecht genannt, regelt Einreise, Aufenthalt, Erwerbstätigkeit und Aufenthaltsbeendigung von Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Seine wichtigsten Grundlagen sind das Aufenthaltsgesetz, das Asylgesetz und das Staatsangehörigkeitsgesetz.

  • Rechtzeitig verlängern: Wer die Verlängerung vor Ablauf des Aufenthaltstitels beantragt, bleibt bis zur Entscheidung rechtmäßig in Deutschland (§ 81 Abs. 4 AufenthG).
  • Einbürgerung: Sie ist in der Regel nach fünf Jahren rechtmäßigen Aufenthalts möglich; die Einbürgerung nach drei Jahren ist seit Herbst 2025 abgeschafft. Die bisherige Staatsangehörigkeit muss nicht mehr aufgegeben werden.
  • Untätige Behörde: Entscheidet die Behörde ohne zureichenden Grund nicht innerhalb von drei Monaten, ist in der Regel die Untätigkeitsklage zulässig (§ 75 VwGO).
  • Ablehnung: Gegen einen Bescheid der Ausländerbehörde bleibt meist ein Monat für Widerspruch oder Klage. Den Aufenthalt während des Verfahrens sichert oft nur ein Eilantrag.
  • Kosten: Der erste Anruf ist kostenlos, das Erstgespräch kostet 238 € brutto. Für ein Gerichtsverfahren kann Prozesskostenhilfe beantragt werden.
Tätigkeitsbereiche

Die Tätigkeitsbereiche im Ausländerrecht

Die Kanzlei Mandic berät und vertritt im gesamten Aufenthalts- und Staatsangehörigkeitsrecht, außergerichtlich gegenüber den Behörden und vor den Verwaltungsgerichten.

Aufenthaltserlaubnis und Verlängerung

Erteilung, Verlängerung und Wechsel des Aufenthaltszwecks, Fiktionsbescheinigung und Ablehnung. Mehr dazu unter Aufenthaltserlaubnis.

Niederlassungserlaubnis und Daueraufenthalt

Der unbefristete Aufenthaltstitel setzt in der Regel fünf Jahre Aufenthaltserlaubnis, einen gesicherten Lebensunterhalt, 60 Monate Rentenbeiträge und Deutschkenntnisse auf dem Niveau B1 voraus (§ 9 AufenthG). Für Fachkräfte und Inhaber der Blauen Karte gelten kürzere Fristen.

Einbürgerung

Anspruchseinbürgerung nach fünf Jahren, Sprachnachweis, Lebensunterhalt, Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung und der Umgang mit Vorstrafen. Mehr dazu unter Einbürgerung.

Familiennachzug

Nachzug von Ehegatten und Kindern zu Deutschen und zu Ausländern mit Aufenthaltstitel (§§ 27 ff. AufenthG): Wohnraum, Lebensunterhalt, Sprachkenntnisse und das Visumverfahren bei der deutschen Auslandsvertretung.

Blaue Karte EU und Fachkräfte

Aufenthaltstitel zur Beschäftigung für Fachkräfte mit Berufsausbildung oder Hochschulabschluss, die Blaue Karte EU mit ihrem jährlich angepassten Mindestgehalt und der Arbeitgeberwechsel während des Aufenthalts.

Einreise, Einreiseverbot und Freizügigkeit

Einreiseverbote, die Feststellung des Verlusts der Freizügigkeit bei EU-Bürgern und Ausreiseuntersagungen. Im Verfahren um das Einreiseverbot gegen Martin Sellner setzte das Verwaltungsgericht Potsdam das Verbot außer Vollzug.

Abschiebung, Duldung und Ausweisung

Abschiebungsverbote, Duldung, Ausweisung und Einreise- und Aufenthaltsverbot, Eilanträge in letzter Minute. Mehr dazu unter Abschiebungsschutz.

Widerspruch, Klage und Eilantrag

Vertretung vor den Verwaltungsgerichten gegen ablehnende Bescheide, Untätigkeitsklage bei verzögerten Anträgen und Eilrechtsschutz, wenn der Aufenthalt während des Verfahrens gesichert werden muss.

Wenn die Ausländerbehörde nicht antwortet: Untätigkeitsklage

Lange Bearbeitungszeiten gehören zum Alltag vieler Ausländerbehörden. Nicht jede Verzögerung muss hingenommen werden. Hat die Behörde über einen Antrag ohne zureichenden Grund nicht in angemessener Frist entschieden, kann Klage beim Verwaltungsgericht erhoben werden, in der Regel frühestens drei Monate nach Antragstellung (§ 75 VwGO).

Die Untätigkeitsklage zwingt die Behörde nicht zu einer bestimmten Entscheidung, aber zu einer Entscheidung. Vorübergehende Überlastung kann eine Verzögerung rechtfertigen, nicht aber ein dauerhaftes Liegenlassen des Antrags.

Für die Zeit des Wartens gilt: Wer die Verlängerung seines Aufenthaltstitels rechtzeitig beantragt hat, bleibt rechtmäßig in Deutschland, denn der bisherige Titel gilt bis zur Entscheidung als fortbestehend (§ 81 Abs. 4 AufenthG). Die Behörde stellt darüber eine Fiktionsbescheinigung aus. Sie sichert den Status bis zur Entscheidung, ersetzt aber keine Prüfung der Voraussetzungen und schafft keine Sicherheit für die Zukunft.

Bevor geklagt wird

  • Vollständigkeit des Antrags prüfen: Fehlende Unterlagen sind ein zureichender Grund für eine Verzögerung.
  • Schriftlich nach dem Stand des Verfahrens fragen und eine Frist setzen.
  • Eine Fiktionsbescheinigung verlangen, wenn der Aufenthaltstitel abläuft.
  • Drei Monate seit Antragstellung abwarten, sofern nicht besondere Umstände eine frühere Klage rechtfertigen.

Ihr Anwalt für Ausländerrecht: Leistungen der Kanzlei Mandic

Rechtsanwalt Dubravko Mandic vertritt Mandanten in ausländer- und aufenthaltsrechtlichen Verfahren gegenüber Ausländerbehörden, Einbürgerungsbehörden und Verwaltungsgerichten, bundesweit.

  • Prüfung des Aufenthaltsstatus und der Möglichkeiten, ihn zu verfestigen
  • Anträge auf Erteilung und Verlängerung von Aufenthaltstiteln, Niederlassungserlaubnis und Einbürgerung
  • Akteneinsicht bei der Ausländerbehörde
  • Sachstandsanfragen und Untätigkeitsklage
  • Widerspruch, Klage und Eilantrag vor dem Verwaltungsgericht
  • Vertretung bei drohender Abschiebung, Ausweisung und Einreiseverbot

Ausländerrechtliche Fragen stellen sich häufig neben einem Strafverfahren: Eine Verurteilung kann eine Ausweisung nach sich ziehen, eine Verlängerung verhindern und eine Einbürgerung ausschließen. Als Fachanwalt für Strafrecht hat Rechtsanwalt Dubravko Mandic beide Seiten im Blick, die Strafverteidigung und ihre aufenthaltsrechtlichen Folgen.

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