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Anwalt für Doping-Strafrecht: Verteidigung nach dem Anti-Doping-Gesetz

VonRechtsanwalt Dubravko Mandic, Fachanwalt für Strafrecht·Veröffentlicht am 10. Januar 2024·Aktualisiert am 23. Oktober 2026

Ihnen wird ein Verstoß gegen das Anti-Doping-Gesetz vorgeworfen? Machen Sie keine Angaben. Rechtsanwalt Dubravko Mandic, Fachanwalt für Strafrecht, verteidigt bundesweit bei Besitz und Handel von Dopingmitteln und stimmt das Strafverfahren mit dem Sportverfahren ab.

Doping-Strafrecht: das Wichtigste in Kürze

Das Anti-Doping-Gesetz (AntiDopG) stellt seit Dezember 2015 den Handel mit Dopingmitteln, ihre Anwendung bei anderen, den Besitz nicht geringer Mengen und das Selbstdoping im organisierten Sport unter Strafe.

  • Handel und Weitergabe: Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe, in besonders schweren Fällen, etwa bei Gewerbsmäßigkeit oder Abgabe an Minderjährige, ein bis zehn Jahre (§ 4 AntiDopG).
  • Besitz: strafbar ab der nicht geringen Menge, die für jeden Wirkstoff gesondert festgelegt ist, auch für Freizeitsportler.
  • Selbstdoping: strafbar für Spitzensportler im Testpool und für Sportler mit erheblichen Einnahmen aus dem Sport (§ 3 AntiDopG).
  • Zwei Verfahren: Athleten droht neben dem Strafverfahren ein Verfahren nach dem NADA-Code mit Wettkampfsperre.
  • Erste Regel: keine Angaben gegenüber Polizei, Zoll oder NADA, bevor die Verteidigung Akteneinsicht hatte.

Was das Anti-Doping-Gesetz unter Strafe stellt

Doping bezeichnet die Steigerung der Leistungsfähigkeit mit verbotenen Wirkstoffen oder Methoden. Welche Stoffe und Methoden verboten sind, folgt der Verbotsliste, auf die das Anti-Doping-Gesetz Bezug nimmt; die Mengengrenzen legt die Dopingmittel-Mengen-Verordnung fest. Strafbar ist der Umgang mit Dopingmitteln nur, wenn er dem Doping im Sport dient. Die ärztlich verordnete Behandlung bleibt erlaubt.

Handel und Inverkehrbringen

Herstellen, Handeltreiben, Veräußern, Abgeben, sonstiges Inverkehrbringen und Verschreiben von Dopingmitteln zum Zweck des Dopings (§ 2 Abs. 1 AntiDopG). Schon der Verkauf weniger Ampullen an Trainingspartner kann darunter fallen.

Anwendung bei anderen

Wer Dopingmittel oder verbotene Methoden bei einem anderen anwendet, macht sich strafbar (§ 2 Abs. 2 AntiDopG). Das betrifft vor allem Trainer, Betreuer und Ärzte, die zudem berufsrechtliche Folgen fürchten müssen.

Besitz nicht geringer Mengen

Erwerb, Besitz und das Verbringen nach Deutschland sind strafbar, sobald die nicht geringe Menge erreicht ist (§ 2 Abs. 3 AntiDopG). Die Grenzen sind je Wirkstoff festgelegt und niedrig; sie gelten für Freizeitsportler ebenso wie für Profis.

Selbstdoping im organisierten Sport

Wer sich ohne medizinische Indikation dopt, um sich in einem Wettbewerb des organisierten Sports einen Vorteil zu verschaffen, macht sich strafbar (§ 3 AntiDopG). Das gilt für Spitzensportler im Testpool und für Sportler, die aus dem Sport erhebliche Einnahmen erzielen.

Bei Handel, Weitergabe, Anwendung bei anderen und Besitz nicht geringer Mengen beträgt der Strafrahmen Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe. In besonders schweren Fällen, etwa bei gewerbs- oder bandenmäßigem Handeln, bei Abgabe an Minderjährige oder bei Gefährdung der Gesundheit einer großen Zahl von Menschen, drohen ein bis zehn Jahre Freiheitsstrafe (§ 4 Abs. 4 AntiDopG). Auch fahrlässiges Handeln ist strafbar.

Doping im Sport und Strafverteidigung
Betroffene

Wer betroffen ist

Verfahren nach dem Anti-Doping-Gesetz richten sich längst nicht nur gegen Profis. Die Ermittlungsbehörden haben vor allem den Handel im Blick und stoßen dabei auf Käufer und Weiterverkäufer aus dem Freizeitsport.

Freizeit- und Kraftsport

Die meisten Verfahren treffen Freizeitsportler aus Fitnessstudios, meist wegen des Besitzes nicht geringer Mengen anaboler Steroide oder wegen der Weitergabe an Trainingspartner.

Leistungssport

Für Athleten im Testpool ist Selbstdoping strafbar. Ein positiver Test bedeutet aber nicht automatisch eine Verurteilung: Probennahme, Analyse, Grenzwerte und Verschulden lassen sich überprüfen.

Trainer, Ärzte und Betreuer

Wer Dopingmittel verschreibt, beschafft oder verabreicht, riskiert neben einer Freiheitsstrafe berufsrechtliche Folgen bis zum Widerruf der Approbation.

Bestellung im Internet

Wer Präparate im Ausland bestellt, gerät häufig über Zollkontrollen oder über Kundendaten sichergestellter Onlineshops ins Visier. Ermittlungen werden dann oft gegen viele Besteller zugleich eingeleitet.

Strafverfahren und NADA-Verfahren: zwei Verfahren, eine Strategie

Neben dem Strafverfahren läuft für Athleten häufig ein sportrechtliches Verfahren nach dem NADA-Code mit drohender Wettkampfsperre. Beide Verfahren folgen unterschiedlichen Regeln. Im Strafverfahren muss die Schuld bewiesen werden, und niemand muss sich selbst belasten. Im Sportrecht haftet der Athlet dagegen grundsätzlich für jede verbotene Substanz in seinem Körper, und seine Mitwirkung kann die Sperre verkürzen.

Gerade daraus entsteht die Gefahr: Eine Einlassung, die im Sportverfahren die Sperre verkürzen soll, kann im Strafverfahren als Geständnis verwertet werden, und umgekehrt. Staatsanwaltschaften und Gerichte dürfen der NADA Informationen aus dem Strafverfahren übermitteln (§ 8 AntiDopG). Beide Verfahren müssen deshalb von Anfang an aufeinander abgestimmt werden.

Verteidigung im Doping-Strafrecht: Leistungen der Kanzlei Mandic

Rechtsanwalt Dubravko Mandic ist Fachanwalt für Strafrecht und verteidigt seit 2011 bundesweit, auch in Verfahren nach dem Anti-Doping-Gesetz und dem Arzneimittelgesetz. Doping-Strafrecht berührt eng das Betäubungsmittelstrafrecht: Mengengrenzen, Wirkstoffgutachten und Ermittlungen im Umfeld von Onlinehandel und Zoll folgen ähnlichen Mustern.

  • Akteneinsicht und Prüfung der Durchsuchung und Sicherstellung
  • Prüfung des Wirkstoffgutachtens und der nicht geringen Menge
  • Abgrenzung von Eigengebrauch und Handel
  • Abstimmung von Strafverfahren und Sportverfahren nach dem NADA-Code
  • Verteidigung vom Ermittlungsverfahren bis zur Hauptverhandlung, bundesweit

Der erste Anruf ist kostenlos; das Erstgespräch kostet 238 € brutto.

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Im Doping-Strafrecht entscheidet die erste Aussage oft über das ganze Verfahren. Rufen Sie an, bevor Sie sich gegenüber Polizei, Zoll oder NADA äußern: Die Kanzlei Mandic beantragt Akteneinsicht und stimmt die Verteidigung ab.

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