Zum Inhalt springen

Anwalt für Arbeitsrecht: Kündigung, Abfindung und Abmahnung

VonRechtsanwalt Dubravko Mandic, Fachanwalt für Strafrecht·Veröffentlicht am 1. Februar 2024·Aktualisiert am 23. Oktober 2026

Kündigung, Abmahnung, Arbeitszeugnis oder offener Lohn: Im Arbeitsrecht laufen fast immer Fristen. Rechtsanwalt Dubravko Mandic vertritt Arbeitnehmer, Betriebsräte und Arbeitgeber außergerichtlich und vor den Arbeitsgerichten, bundesweit.

Arbeitsrecht: das Wichtigste in Kürze

Das Arbeitsrecht regelt die Rechtsbeziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, von der Bewerbung über das laufende Arbeitsverhältnis bis zu Kündigung, Abfindung und Arbeitszeugnis.

  • Kündigung: Für die Kündigungsschutzklage bleiben drei Wochen ab Zugang der Kündigung (§ 4 KSchG).
  • Kosten: In der ersten Instanz trägt jede Seite ihre Anwaltskosten selbst (§ 12a ArbGG); eine Rechtsschutzversicherung mit Arbeitsrechtsschutz übernimmt sie in der Regel.
  • Ausschlussfristen: Ansprüche auf Lohn, Überstunden oder Urlaubsabgeltung können durch Klauseln im Arbeits- oder Tarifvertrag schon nach wenigen Monaten verfallen.
  • Diskriminierung: Ansprüche nach dem AGG müssen innerhalb von zwei Monaten schriftlich geltend gemacht werden (§ 15 Abs. 4 AGG).
  • Erstgespräch: 238 € brutto; der erste Anruf ist kostenlos.

Wann Sie einen Anwalt für Arbeitsrecht brauchen

Das Arbeitsrecht ist durch ständige Rechtsprechung und Gesetzesänderungen schwer zu überblicken. Konflikte am Arbeitsplatz entstehen nicht erst bei der Kündigung, sondern schon bei der Bewerbung und im laufenden Arbeitsverhältnis. In diesen Fällen sollte vor jeder Unterschrift und vor jeder Erklärung eine anwaltliche Prüfung stehen.

Kündigung

Drei Wochen für die Klage, danach gilt die Kündigung als wirksam. Prüfung von Form, Frist und Kündigungsgrund, Klage und Verhandlung über Weiterbeschäftigung oder Abfindung. Mehr unter Kündigungsschutzklage.

Abmahnung

Die Abmahnung bereitet die verhaltensbedingte Kündigung vor. Ob Gegendarstellung, Entfernung aus der Personalakte oder Abwarten richtig ist, hängt vom Einzelfall ab. Mehr unter Abmahnung.

Arbeitszeugnis

Zeugnissprache, Note, Auslassungen und Berichtigung, außergerichtlich oder vor dem Arbeitsgericht. Mehr unter Arbeitszeugnis prüfen lassen.

Aufhebungsvertrag und Abfindung

Ein Aufhebungsvertrag beendet das Arbeitsverhältnis ohne Kündigungsschutz und kann eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld auslösen. Abfindung, Freistellung und Zeugnis sollten vor der Unterschrift verhandelt sein.

Lohn, Überstunden und Urlaub

Ausstehender Lohn, nicht vergütete Überstunden, Urlaub und Urlaubsabgeltung. Hier entscheiden oft Ausschlussfristen im Arbeitsvertrag darüber, ob ein Anspruch noch durchsetzbar ist.

Diskriminierung bei der Bewerbung

Eine diskriminierende Stellenanzeige oder Absage kann Ansprüche auf Entschädigung und Schadensersatz nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz begründen, allerdings nur innerhalb kurzer Fristen.

Für Arbeitnehmer, Betriebsräte und Arbeitgeber

Rechtsanwalt Dubravko Mandic vertritt beide Seiten des Arbeitsverhältnisses, selbstverständlich nie im selben Fall. Wer beide Perspektiven kennt, kann die Argumente der Gegenseite und ihre Verhandlungsspielräume realistisch einschätzen.

Arbeitnehmer

Vom Arbeitsvertrag über Abmahnung, Aufhebungs- und Abwicklungsvertrag bis zu Kündigung, Kündigungsschutzklage und Abfindung, außerdem Lohn-, Urlaubs- und Zeugnisansprüche.

Betriebsräte

Betriebsräte haben eine besondere Stellung zwischen Arbeitgeber und Belegschaft und oft besonderen Beratungsbedarf: bei Anhörungen vor Kündigungen, Betriebsvereinbarungen und Mitbestimmung. Die Kosten einer erforderlichen Vertretung in Verfahren trägt der Arbeitgeber (§ 40 BetrVG).

Arbeitgeber

Rechtssichere Arbeitsverträge, Abmahnungen, Kündigungen und Aufhebungsverträge sowie die Vertretung gegen Kündigungsschutzklagen. Eine Kündigung, die vor Gericht nicht hält, kostet Zeit und Geld.

Bewerber

Prüfung von Absagen und Stellenanzeigen auf Diskriminierung und Durchsetzung von Ansprüchen nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz innerhalb der kurzen gesetzlichen Fristen.

Schon bei der Bewerbung: Diskriminierung und Entschädigung nach dem AGG

Arbeitsrechtliche Ansprüche entstehen nicht erst mit dem Arbeitsvertrag. Schon die Formulierung einer Stellenanzeige kann Ansprüche begründen, wenn sie Bewerber wegen ihres Geschlechts, ihres Alters, ihrer Herkunft, ihrer Religion, einer Behinderung oder ihrer sexuellen Identität benachteiligt. Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz sind Bewerber ebenso geschützt wie Beschäftigte.

Auch im Bewerbungsgespräch gelten Grenzen. Nach Schwangerschaft, Kinderwunsch, Religion oder Gewerkschaftszugehörigkeit darf in aller Regel nicht gefragt werden. Wer eine unzulässige Frage wahrheitswidrig beantwortet, muss deshalb keine Anfechtung des Arbeitsvertrags fürchten; man spricht vom Recht zur Lüge.

Wird eine Bewerbung wegen eines solchen Merkmals abgelehnt, kann eine Entschädigung verlangt werden, bis zu drei Monatsgehälter, wenn der Bewerber auch ohne die Benachteiligung nicht eingestellt worden wäre (§ 15 Abs. 2 AGG). Die Fristen sind kurz: Der Anspruch muss innerhalb von zwei Monaten nach Zugang der Absage schriftlich geltend gemacht werden (§ 15 Abs. 4 AGG), die Klage innerhalb von drei weiteren Monaten folgen (§ 61b ArbGG). Wer diese Fristen versäumt, verliert den Anspruch.

Was kostet ein Anwalt für Arbeitsrecht?

Der erste Anruf ist kostenlos; das Erstgespräch kostet 238 € brutto. In ihm erhalten Sie eine Einschätzung zu Chancen, Fristen und Kosten. Danach entscheiden Sie, ob die Kanzlei Mandic Sie weiter vertreten soll.

Anders als in anderen Rechtsgebieten erstattet im arbeitsgerichtlichen Verfahren der ersten Instanz der Verlierer dem Gewinner keine Anwaltskosten; jede Partei trägt ihre eigenen (§ 12a ArbGG). Das gilt in der Regel auch für außergerichtliche Anwaltskosten. Die Gerichtskosten sind vergleichsweise gering, werden nicht vorab verlangt und entfallen, wenn das Verfahren durch einen Vergleich endet.

Eine Rechtsschutzversicherung mit Arbeitsrechtsschutz übernimmt die Kosten in der Regel, meist nach einer Wartezeit ab Vertragsbeginn. Die Kanzlei Mandic fragt die Deckung beim Versicherer an. Reicht das Einkommen nicht aus, kommt Prozesskostenhilfe in Betracht. Für Betriebsräte trägt der Arbeitgeber die Kosten einer erforderlichen Vertretung in Verfahren (§ 40 BetrVG); für eine Beratung außerhalb eines Verfahrens ist in der Regel eine Vereinbarung mit dem Arbeitgeber nötig (§ 80 Abs. 3 BetrVG).

Arbeitsrecht an unseren Standorten

Wir vertreten Mandanten bundesweit. Für Ihren Ort finden Sie hier Gericht, Ablauf und Ansprechpartner.

Frist läuft? Jetzt anrufen: +49 761 21 77 29 39

Im Arbeitsrecht entscheiden oft wenige Tage. Rufen Sie an: Die Kanzlei Mandic prüft Ihre Lage und sagt Ihnen, welche Frist läuft und was jetzt zu tun ist.

AnrufenWhatsAppKontakt